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Wie findet man einen ( seinen ) guten Fitnessclub ?
Als Erstes gilt es zu entscheiden, ob man in der Nähe des Wohnortes oder des Arbeitsplatzes trainieren möchte. Auf die Dauer sind lange Anfahrtswege für viele ein Grund mit dem Fitnesstraining aufzuhören. Wie sind die öffentlichen Anbindungen bzw. wie ist die Parkplatzsituation bei deinem gewählten Center ? Adressen aller österreichischen Fitness-Center gibt es unter www.fitness-center.at, wo man auch bereits etliche Homepages der Clubs für erste Eindrücke findet bzw. Telefonnummern um persönlich Infos einzuholen. 

Ein Probetraining ist auf alle Fälle wichtig ! Vor Ort kann man sich informieren, man lernt den Club kennen, die Mitarbeiter und deren Qualifikation, Ausstattung und Angebot, auch Sauberkeit und Hygiene sind wichtig und natürlich auch die Mitglieder des Clubs sollten auf deiner „Wellenlänge“ liegen. Da bei einem Probetraining ein Trainer exklusiv an deiner Seite ist, darf es auch etwas kosten – normalerweise wird, bei einer positiven Entscheidung zugunsten der Clubmitgliedschaft, dieser Betrag auch angerechnet.

Im Kraftbereich sollten ausreichend Trainingsgeräte vorhanden sein, damit in den Stoßzeiten (meistens von 17-20 Uhr) keine Wartezeiten an den Geräten entstehen. In den gut geführten Clubs sind die meist gebrauchten Maschinen (z.B.: Butterfly, Latmaschine, Beinpresse usw.) mehrfach vorhanden. Dein Probetraining solltest du in der Zeit machen, in der du wahrscheinlich auch dann trainieren möchtest – so siehst du gleich wieviel „action“ da ist. Die Geräte und Maschinen sollen gepflegt sein und die Polsterungen nicht kaputt. Für den Kraft- und Ausdauerbereich müssen ausgebildete Trainer vor-handen sein – kein Kompromiss – es geht um die Gesundheit. Hier sind es in erster Linie die staatl. Ausbildungen, welche zählen, da bei diesen die umfassende Ausbildung und nicht der kommerzielle Gewinn im Vordergrund stehen. Die spartenspezifisch höchste Ausbildung ist der Fitness-Trainer der BafL-Linz mit insgesamt 650 Unterrichtseinheiten (Lehrwart- und Trainerausbildung gesamt). Als nächstes reiht daran der Sportwissenschafter. Es handelt sich dabei zwar um keine spezifische, dafür aber eine Universitätsausbildung. Gefolgt sind diese Ausbidlungen vom "Sportlehrer" (BafL-Wien) und schließlich dem Fitness-Lehrwart (1.Stufe zum Trainer) der BafL-Linz.

Der nächste wichtige Bereich ist die Ausdauer-(Cardio-)zone wo die Laufbänder, Stepper, Rudergeräte, Walker und Ergometer stehen. Auch hier ist in den meisten Clubs bereits ein guter Standard anzutreffen. Zu achten wäre eventuell darauf, dass die Geräte herzfrequenz-gesteuert sind bzw. dass der Club die entsprechenden EKG-Gurte bereitstellt. Eine ausreich-ende Geräteanzahl ist auch hier wichtig, da die Trainingszeiten pro Gerät natürlich viel länger sind als auf den Kraftgeräten. Eine gute Belüftung ist wichtig, denn hier wird viel Sauerstoff umgesetzt. Wenn TV-Geräte vorhanden sind wird das – manchmal etwas langweilige – Cardiotraining abwechslungsreicher.Im Gymnastikbereich (Aerobic-Saal) gehört ein Schwingparkettboden  - inzwischen in allen guten Studios zum Standard – man erkundige sich danach, es sind  Knie, Rücken und Gelenke welche sondt überbeansprucht werden ! Der Kursplan sollte alle Richtungen berücksichtigen: klassisches Aerobic (High- und Low-Impact d.h. mit oder ohne Sprung- bewegungen), Problemzonentraining z.B, Bauch-Beine-Po oder ähnliches, Kurse für Rückenprävention, Widerstandstraining 

(mit Gummibändern. Hanteln oder Langhanteln – Pump) sowie Klassen mit tänzerischem Einschlag (z.B. Hip-Hop,  Latino, Street dance u.a.) und eventuell Stretching-Klassen. Ausgebildete TrainerInnen gehören inzwischen zum Standard. Die Trainer müssen auf den Leistungsstand der Teilnehmer achten und eventuelle Anfänger über die wichtigsten Zeichen bzw. Schritte informieren – teilweise gibt es in den Clubs auch eigene Anfängerklassen. Es gibt inzwischen verschiedene Ausbildungsstellen In Österreich – die meisten haben einen guten Standard. 

Der Stretching-Bereich (die Beweglich- keitszone) etabliert sich auch immer mehr in den Fitness-Centern. Vielfach noch eher bescheiden mit ein bis zwei Matten am Boden und einer Ballett- Stange an der Wand  sind inzwischen aber etliche Center mit Stretch-Türmen (Stretch-tower) ausgestattet. D.s. frei- stehende Metalkonstruktionen welche aufgrund Ihrer Gestaltung eine Vielzahl von Dehnübungen optimal ermöglichen. Zumeist mit entsprechenden Übungstafeln ausgerüstet sollte man aber doch den Trainer wegen einer Einweisung kontaktieren. 

Anamnese sowie die entsprechenden Fitness-Tests sind ein wichtiger Teil für die Programmerstellung. Die wichtigsten sind: ein submaximaler Herz-Kreis- lauftest, damit die Pulsfrequenz in der das jeweilige Ziel erreicht werden kann, festgestellt wird. Weiters ein Muskel- funktionstest (meist ein Flexibilitätstest) d.h. in verschiedenen Positionen (stehen, sitzend, liegend) wird die Beweglichkeite beidseits geprüft mit Normwerten und Seitigkeit verglichen und die entsprech- enden Korrekturübungen (Kräftigung und/oder Dehnung) ins Programm mit aufgenommen. Weiters wird das Körper- fett (mittels Fat-Caliper, BIA usw.) gemessen und so eine Ausgangsbasis für Fettstoffwechseltraining und Ernährungs- berechnungen ermöglicht. Eventuell wird auch noch die Lungen-Vitalkapazität (die maximale Ausatmung nach maximaler Einarmung) gemessen und  mit Vergleichswerten verglichen. 

Auch der Wellnessbereich sollte im Fitness-Center nicht zu kurz kommen: ausreichend Duschen, Sauna, Dampfbad, Ruhezonen, Massageangebote und Solarium gehören ohnehin bereits zum Standard. Hygiene und Sauberkeit ist leicht überprüfbar und ein Muss, dort wo viele Menschen zusammenkommen. Badeschlapfen sind wichtig und überall das Handtuch (mit derselben Seite nach unten) drunterlegen und ein zweites zum Abtrocknen nehmen – damit das Immunsystem nicht überfordert wird.

Und schließlich und endlich sollte einen der Club auch gefallen, das Personal freundlich und kompetent sein, die Mitglieder und die Clubatmosphäre zusagen und das Preis-Leistungs- verhältnis stimmen. Die Größe des Clubs ist zumeist weniger wichtig, da große Clubs teilweise unpersönlich geführt werden und jede zusätzliche Leistung ohnehin bezahlt werden muß und kleinere Clubs oft viel mehr Atmosphäre haben.
Aber das muß jeder für sich heraus- finden. 
Es ist leider etwas viel Info auf einmal geworden, aber schließlich ist die richtige Wahl  des richtigen Fitness-Clubs oftmals ein Bindung auf viele Jahre – drum prüfe, wer sich länger bindet. 
 
 

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