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Diabetes und Fitnesstraining ?
Gott sei Dank sind die Zeiten längst vorbei, in denen man Diabetikern strengstens das Sporttreiben untersagte. 
Erfreulicherweise können Menschen, die an Diabetes leiden, heutzutage 
nahezu alle Sportarten unbesorgt betreiben, sofern sie dabei einige Verhaltensregeln beachten. 
Unbedingte Voraussetzung für ein unbeschwertes FitnessVergnügen ist die genaue Kenntnis des einzeInen über seine Stoffwechselvorgänge, da jeder Diabetiker mit sehr individuellen Reaktionen auf körperliche Betätigungen rechnen muß.

Verallgemeinerungen sind fehl am Platz, jede sportliche Aktivität löst unter- schiedliche Blutzuckerreaktionen aus, wobei bei gesunden Menschen der Blutzuckerspiegel automatisch unter
Kontrolle gehalten wird. 
Der Diabetiker muß dagegen bei Muskelarbeit darauf gefaßt sein, dass es zu Überreaktionen kommen kann. Unter Belastung kann der Blutzuckerspiegel in sehr niedrige 
Bereiche absinken, was zu einer Unterzuckerung führen kann. Schwindel- gefühle, Schweißausbrüche, weiche Knie, Heißhunger und eventuell Sehstörungen 
können als Folge der Unterzuckerung auftreten. In solchen Fällen muß sofort Zucker zugeführt werden, in Form von 
Traubenzucker, Würfelzucker, gezuckerten Säften, Schokolade usw., Produkte, die sonst absolut nicht auf den Speiseplan des Diabetikers gehören. Jedem Diabetiker ist daher anzuraten, eine "Zucker-Notration" ständig bei sich zu führen, wenn Sport angesagt ist.

Ein vor allem auf Ausdauer angelegtes Fitness-Training kann sehr gut bei der Regulierung des Blutzuckerspiegels helfen. Regelmäßig betriebenes Radfahren, Rudern, Schwimmen oder auch Laufen kann entscheidend dazu beitragen, die Insulinproduktion zu normalisieren. Da Diabetiker häufig auch 
unter Begleiterkrankungen wie Überge- wicht, Bluthochdruck und Gefäßver- änderungen leiden, gilt es, auch diese Probleme beim Sporttreiben zu berücksichtigen. Da aber ein vernünftiges cardiovasculäres Training vorzüglich die Fettverbrennung unterstützt und somit das Übergewicht reduzieren kann, sollten gerade Diabetiker diesem Fitness-Training den Vorrang einräumen. 
  Natürlich muß man auch nicht auf ein Krafttraining an Fitness-Maschinen verzichten, allerdings dürfen dabei leichte bis mittlere Intensitätsbereiche (bis 60% der Maximalkraft) nicht überschritten werden. 
Bei hohen Belastungen kommt es oftmals zu unphysiologischen Reaktionen, die mit einem radikalen Absinken des Blutzuckerspiegels verbunden sein können. Um solche Extrembelastungen zu vermeiden, muß man Gewichte wählen, die man mindestens 20 mal bewältigen kann.
Auf erschöpfende Trainingsformen sollte ganz verzichtet werden. Die subjektive Belastungseinschätzung sollte den Bereich "mittel - schwer" nicht überschreiten, damit das Fitness-Training tatsächlich zur Verbesserung des Wohl- befindens und zur gesundheitsorientierten Leistungssteigerung beitragen kann.
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