Früher
nahm man an durch gezieltes Training sei die Umwandlung z.B. der ausdauerfähigen
(ST)-Fasern in kraftleistende (FT) Fasern möglich. Eine Umwandlung
durch Trainingist nach dem derzeitigen Stand der Wissenschaft jedoch nicht
möglich. Die Anzahl der Fasern eines bestimmten Typs ist genetisch
vorbestimmt und entscheidet darüber, ob jemand ein besserer Kraftsportler
oder Ultralangstreckenläufer werden kann. Letztgenannter muss, um
erfolgreich einen Marathon zu absolvieren über einen hohen Anteil
an den aus- dauerfähigen (Typ I) Fasern verfügen. Ein Bodybuilder
hingegen sollte einen hohen Anteil an kraftleistenden (Typ II) Fasern aufweisen.
Um ein progressives Trainingsprogramm
zu entwickeln, bedarf es der Kenntniss der eigenen maximal möglichen
Satzzeit, da für einen kontinuierlichen Fortschritt eine doppelte
Progression bestehend aus abwechselnder Steigerung des Widerstandes und
der Wiederholungszahl nötig ist. Zur Bestimmung des hierfür geeigneten
submaximalen Widerstandes ist die Kenntniss des Zeit nötig, bei der
isometrisches Versagen eintritt.
Bestimmung des
Muskelfasertyps !
Eine Muskel-Faser zieht
sich nach dem "Alles oder Nichts Gesetz" zusammen oder sie zieht sich nicht
zusammen.
Vom Zentralnervensystem
werden stets |
nur
so viele Fasern aufgerufen, wie zum Schließlich ermüden auch
diese und werden wiederum ersetzt. Dies entspricht einer Art Stafettenlauf,
jedoch im Kreis herum, so daß die Läufer (Fasern), die zu erst
starten, den Stab wieder zugesteckt bekommen und sich erneut zusammen-
ziehen müssen. Dieser Ablauf wiederholt sich immer wieder. Je nach
Höhe der Intensität der Leistung entsteht einer gewissen Zeit
ein Ungleichgewicht zwischen Ausfall und Nachschub. Der Einsatz wird von
Mal zu Mal kürzer, die Fasern kommen immer unvollständiger erholt
zum Einsatz, bis schließlich der Anteil der verbleibenden Fasern
das Gewicht nicht mehr bewältigen kann. Dies ist der Punkt des Versagens.Von
10 getesteten Personen entsprechen:
2 Personen dem Krafttypus
mit einer
ermittelten
Zeit von 40-60 Sekunden
7 Personen dem Normaltypus
mit einer
ermittelten
Zeit von 60-90 Sekunden
1Person dem Ausdauertypus
mit einer
ermittelten Zeit
von 90-120 Sekunden
Je niedriger die ermittelte
Zeit, desto mehr Typ II Fasern also für Muskelhypertrophie gut geeignet.
Die Erfahrung hat gezeigt, daß ein Normaltypus gute Erfolge hat,
wenn er sich als obersten Richtwert einen Bereich von 120 Sekunden setzt.
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