MUSKELFUNKTIONS-Tests
Unflexibilität und Abschwächung
M U S K E L D Y S B A L A N C E N   2

Der menschliche Körper ist
für Bewegung geschaffen !


Der Tagesablauf eines durchschnittlichen Menschen in unserer westlichen Welt sieht aber so aus:
Im Bett bis zu 8 Stunden LIEGEN, dann aufstehen und zum Frühstück SETZEN, in das Auto SETZEN
und zu Arbeit fahren, dann 8 Stunden ins Büro SITZEN, dann ins Auto SETZEN und nach Hause fahren,
zum Abendessen SETZEN und zumeist dann noch 2-5 Stunden zum Fernseher SETZEN und dann
wieder ins Bett LEGEN...

Im SITZEN wird...
a) der Gesäßmuskel übermäßig gedehnt
b) der Hüftbeuger (Iliopsoas) passiv verkürzt
c) die Bauchmuskulatur fast nicht beansprucht

Im GEHEN wird ...
a) der Hüftbeuger gemeinsam mit dem     Oberschenkelmuskel (m. rectus femoris) das Bein     nach vorne oder oben ziehen (und wird dadurch     trainiert)
b) die Bauchmuskulatur wiederum sehr wenig     beansprucht

Im LIEGEN ...
a) in der Rückenlage mit gestreckten Beinen zieht der     bereits überstarke Hüftbeuger die LWS in eine
    Hohlkreuzhaltung
b) in der Bauchlage mit gestreckten Beinen bringt die -     zumeist etwas durchhängende - Unterlage die
    LWS in die Hohlkreuzhaltung
c) in der Seitenlage mit angezogenen Beinen wird zwar     der Rücken entlastet, aber der Hüftbeuger ist oft     lange Zeit in passiv verkürzter Position.

Da von diesen degenerativen Erscheinungen die Streck- und Beugemuskulatur betroffen ist, welche auch Rotationen ausführt, ist ein Verkümmern der Beweg-ungsamplitude in allen räumlichen Dimensionen vorprogrammiert. Und da der Mensch immer nur holistisch betrachtet werden kann, kann z.B. eine Unflexibilität der Wadenmuskulatur oft der kausale Auslöser von Gelenksschmerzen, Rückenschmerzen und Kopfschmerzen sein.

Umgekehrt wirken Muskeldysbalancen auch von oben nach unten:
Durch falsche Haltung beim langen Sitzen mit rundem Rücken und vorgezogenen Schultern (z.B. Schreib- maschine, Computer, Hausarbeit, Fließband etc.) entsteht eine Abschwächung der Rückenmuskulatur (Trapezius, Rhomboideen, Erector spinae usw.). Beim aufrechten Stehen wird nun diese vorgebeugte Haltung im Bereich der Halswirbelsäule und der Lendenwirbel-säule kompensiert.

FAZIT: Bei fast allen täglichen Positionen, Haltungen und Bewegungen werden die HüftbeugemuskeIn
stark aktiv und/oder passiv verkürzt, der Gesäßmuskel überdehnt und die Rückenmuskulatur im
LWS-Bereich passiv verkürzt. Rückenschmerzen durch Rückgratverkrümmungen und da meisten noch
einseitige Überforderung besteht mit skoliotischen Anteilen, Beckenkippung, hervorquellender Bauch und
ein schlaffes Gesäß. Eine gesunde Muskelbalance sichert also auch eine gute Figur !

FORDERUNG an die Fitness-Betriebe:
T E S T E N der - zu Unflexibilität und Abschwächung neigenden - Muskulatur und Einbeziehung von entsprechenden Gegenmaßnahmen in die
I N D I V I D U E L L E Programmerstellung sowie Aufklärung der Mitglieder über die Fakten dieser
Problemstellung !


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