pilates_logo2



Die PRINZIPIEN der PILATES-Methode

KONZENTRATION
Die Konzentration beim Üben sollte immer auf die Bewegung, die Position, die Haltung,
auf die Körpermitte, das “Powerhouse” gerichtet sein. Der Gedanke steuert die Bewegung
in jeder Phase, der Geist erfüllt den ganzen Körper, d.h.den Körper bewusst wahrnehmen.
PRÄZISION
Die Konzentration fördert die Präzision der Bewegung, die Präzision schafft dauernd eine
gekonnte Beantwortung der kinästhetischen Reize, welche wiederum die exakte Ausführung
ermöglicht. Präzision ist nur möglich mit absoluter Konzentration und dauernder Kontrolle.
KONTROLLE
Die Kontrolle jedes Details, jedes Körperteils, der Atmung, des Gleichgewichtes, der Ruhe
und  der Bewegung,  ermöglicht erst die präzise Ausführung jeder Übung  bis hin ins letzte
oft unwichtig scheinende Segment. Die Konsequenz der Kontrolle ist Körperbeherrschung.

ATMUNG
Die Atmung fließt gleichmäßig ohne anzuhalten, durch die Nase einatmen und durch
den Mund ausatmen.  Pilates verlangt  keine Brust- oder Bauchatmung,  sondern eine
seitlich ausdehnende  Brustatmung  als optimale, komplette Füllung der Lungenflügel.

ZENTRIERUNG
Ein Haus braucht ein Fundament, der Körper braucht ein starkes Zentrum das ihn trägt,
ihn hält,  oben und unten  verbindet,  vorne und hinten vereint,  geschmeidig oder starr
macht.  Das “Powerhouse” als Mittelpunkt der Pilates-Methode bringt Körpersymetrie.

STRECKUNG

Die Wirbelsäule strecken, heißt sie entlasten. Vor einer Beugung wird sie verlängert,
vor einer Drehung ebenfalls.Ob im Stand, in Rücken-, Seiten- oder Bauchlage, die Wirbel-
säule wird immer bewusst aus der Hüfte heraus”gelängt”, lang gemacht und gestreckt.


BEWEGUNGSFLUSS
Alle Übungen werden in dynamisch, fließender Form durchgeführt,  genauso wie der
Übergang von einer Übung zur anderen.Vom Stand zum Sitzen, dann in die Rücken-
lage, von dieser in die Seitenlage und in die Bauchlage  -  alles fließt  - Panta rhei !


Balance is the Key

Das Resultat der PILATES-Prinzipien:

BALANCE - SYMMETRIE - WAHRNEHMUNG



Im Pilates spielt die Balance, das Gleichgewicht, eine herausragende Rolle!
Und das ist gut so, da wir im täglichen Leben und im Leben im Allgemeinen ohne Gleichgewicht nicht oder nur schlecht existieren können. Müssen wir bei den Übungen oft und in vielerlei Form auf unser Gleichgewicht im Kampf mit der Gravitation achten, also mit dem äußeren Gleichgewicht des Körpers im dreidimensionalen Raum arbeiten, so muss auch der Körper in sich selbst in Balance sein.

     Menschen sind bi-laterale Wesen. Wir haben eine rechte und eine linke Körperhälfte, welche beide gleichzeitig
aber nicht gleichmäßig, unabhängig von der anderen Seite wachsen. Der Plan ist zwar der gleiche und doch entstehen im Wachstum Ungleichheiten, Unterschiede...
Unterschiede welche lebensbedrohlich sein können und Unterschiede die, zumindest nach unserem heutigen Wissen keine Rolle spielen.
Tatsache ist, Ungleichgewichte können Probleme hervorrufen. Wenn eine Körperhälfte länger wächst, so haben wir
ungleich lange Beine oder Arme. Betrachten Sie Ihre rechte und linke Gesichtshälfte verdoppelt und gegeneinander
gelegt und Sie werden merken, unsere Gesichter zeigen unterschiedliche Formen. Ein rechtes Gesicht... oder ein
linkes Gesicht... oder unser “zusammengesetztes ”Gesicht...
Wir finden Gesichter schön, deren Regelmäßigkeit auf ein Gleichgewicht, eine Symmetrie zurückzuführen ist.

     Wir leben in unserem Körper im richtigen Gleichgewicht von Säuren und Basen. Tritt hier ein Ungleichgewicht auf, so versucht der Körper dies von sich aus auszugleichen. Gelingt ihm das nicht, bekommen wir ernste gesundheitliche Probleme. Auch unser hormonelles Gleichgewicht ist lebenswichtig. Unausgewogene Hormone führen nicht nur zu physischen und physiologischen Problemen, sondern auch zu psychischen Problemen.
  
   “Balance is the key !”

Jemand hat eine schlechte Haltung, wenn er eine Körperhälfte bevorzugt trainiert oder benützt oder auch nur in
einseitigen Haltungen über Monate und Jahre sitzt oder liegt. Der Alltag zwingt uns manchmal Haltungen und
Positionen auf, welche über lange Zeiträume zu Veränderungen führen und uns körperlich aus dem Gleichgewicht
bringen. Muskeln werden kürzer oder länger im einseitigen, ungleichgewichtigen Gebrauch oder auch Nichtgebrauch.
   Es entstehen Muskeldysbalancen, welche wiederum andere Bewegungen beeinflussen und anders - oft nicht mehr ökonomisch und physiologisch - ausführen lassen. Es entstehen starke Belastungen an Stellen, welche
dafür nicht vorgesehen sind und diese abnützen, dadurch Einschränkungen hervorrufen, die auch unser Leben einschränken können. 

    Es gibt keinen muskuläre Verbindung zwischen rechter und linker Körperhälfte. Entweder unser Schädel, unsere Wirbelsäule oder unser Becken verbindet rechts mit links. Alle Muskeln beginnen oder enden an einem dieser drei Knochenelemente. Dadurch allein kann schon Asymmetrie entstehen und damit auch Ungleichgewicht.

   Pilates-Übungen haben den Vorteil, durch ihre gleichseitigen Aktivierungen solche Dysbalancen wieder in den Griff zu bekommen. Die bilaterale Ausführung der muskulären Aktivität unter Kontrolle des Powerhouse und der sorgsame Umgang mit dem Körper durch eine sensibilisierte Körperwahrnehmung (Body Awareness) sind
vielfach in der Lage hier korrigierend einzugreifen.


                                                                                            

Diese Seiten sind Auszüge aus dem neuen Lehr- und Unterrichtsband    "PILATES - das komplette Kompendium"
635 Seiten mit über 2400 Abbildungen, mehr als 500 Übungen auf Matte, sowie Pilates-Klein- und Großgeräten.
Infos und Bestellungen unter:
www.nfa-austria.at/skripten
Copyright FitnessOnline 2008