Balance is the Key
Das Resultat der PILATES-Prinzipien:
BALANCE - SYMMETRIE - WAHRNEHMUNG
Im Pilates spielt die Balance, das Gleichgewicht, eine herausragende Rolle!
Und das ist gut so, da wir im täglichen Leben und im Leben im Allgemeinen ohne Gleichgewicht nicht
oder nur
schlecht existieren können. Müssen wir bei den Übungen oft und in vielerlei Form auf unser Gleichgewicht im Kampf
mit der Gravitation achten, also mit dem äußeren Gleichgewicht des Körpers im dreidimensionalen Raum arbeiten,
so muss auch der Körper in sich selbst in Balance sein.
Menschen sind bi-laterale Wesen. Wir haben eine rechte und eine linke Körperhälfte, welche beide gleichzeitig
aber nicht gleichmäßig, unabhängig von der anderen Seite wachsen. Der Plan ist zwar der gleiche und doch entstehen
im Wachstum Ungleichheiten, Unterschiede...
Unterschiede welche lebensbedrohlich sein können und Unterschiede die, zumindest nach unserem heutigen Wissen
keine Rolle spielen.
Tatsache ist, Ungleichgewichte können Probleme hervorrufen. Wenn eine Körperhälfte länger wächst, so haben wir
ungleich lange Beine oder Arme. Betrachten Sie Ihre rechte und linke Gesichtshälfte verdoppelt und gegeneinander
gelegt und Sie werden merken, unsere Gesichter zeigen unterschiedliche Formen. Ein rechtes Gesicht... oder ein
linkes Gesicht... oder unser “zusammengesetztes ”Gesicht...
Wir finden Gesichter schön, deren Regelmäßigkeit auf ein Gleichgewicht, eine Symmetrie zurückzuführen ist.
Wir leben in unserem Körper im richtigen Gleichgewicht von Säuren und Basen. Tritt hier ein Ungleichgewicht auf,
so versucht der Körper dies von sich aus auszugleichen. Gelingt ihm das nicht, bekommen wir ernste gesundheitliche
Probleme. Auch unser hormonelles Gleichgewicht ist lebenswichtig. Unausgewogene Hormone führen nicht nur zu
physischen und physiologischen Problemen, sondern auch zu psychischen Problemen.
“Balance is the key !”
Jemand hat eine schlechte Haltung, wenn er eine Körperhälfte bevorzugt trainiert oder benützt oder auch nur in
einseitigen Haltungen über Monate und Jahre sitzt oder liegt. Der Alltag zwingt uns manchmal Haltungen und
Positionen auf, welche über lange Zeiträume zu Veränderungen führen und uns körperlich aus dem Gleichgewicht
bringen. Muskeln werden kürzer oder länger im einseitigen, ungleichgewichtigen Gebrauch oder auch Nichtgebrauch.
Es entstehen Muskeldysbalancen, welche wiederum andere Bewegungen beeinflussen und anders - oft nicht mehr ökonomisch und physiologisch - ausführen lassen. Es entstehen starke Belastungen an Stellen, welche
dafür nicht
vorgesehen sind und diese abnützen, dadurch Einschränkungen hervorrufen, die auch unser Leben einschränken können.
Es gibt keinen muskuläre Verbindung zwischen rechter und linker Körperhälfte. Entweder unser Schädel, unsere
Wirbelsäule oder unser Becken verbindet rechts mit links. Alle Muskeln beginnen oder enden an einem dieser drei
Knochenelemente. Dadurch allein kann schon Asymmetrie entstehen und damit auch Ungleichgewicht.
Pilates-Übungen haben den Vorteil, durch ihre gleichseitigen Aktivierungen solche
Dysbalancen wieder in den Griff zu bekommen. Die bilaterale Ausführung der muskulären Aktivität unter Kontrolle
des Powerhouse und der sorgsame Umgang mit dem Körper durch eine sensibilisierte Körperwahrnehmung (Body Awareness) sind
vielfach in der Lage hier korrigierend einzugreifen.
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